Absatzplanung von Tee – nicht nur ein Wintergeschäft

von Jana Vreydal

In vielen südlichen Ländern gehört Teetrinken – egal zu welcher Jahreszeit – zur Tradition. Ist man beispielsweise in Istanbul im Urlaub, sieht man die Einheimischen auch im Sommer, in der puren Hitze, Tee trinken. Beim deutschen Touristen sorgt dies vermutlich für Verwunderung und er denkt: „Bloß nicht – viel zu heiß für ein warmes Getränk!“ Dieser wird eher als wärmendes Getränk für kalte Tage in den Jahreszeiten Herbst und Winter verstanden. Der Deutsche bevorzugt bei hochsommerlichen Temperaturen ein eiskaltes Getränk um sich von der schweißtreibenden Umgebung zu erfrischen. Doch halt! Dieser kurze Glücksmoment hält nur für einen Augenblick an. Denn gekühlte Getränke wie Fruchtsäfte, Softdrinks und Bier sind zur Abkühlung eher weniger geeignet. Sie liefern Energie, erfüllen jedoch nicht das eigentliche Verlangen des Körpers. Entgegen dem Verständnis, dass sie den Körper abkühlen, sorgen sie dafür, dass der Körper arbeiten muss, um den Temperaturunterschied auszugleichen und somit die Körpertemperatur erneut ansteigt.

Deshalb ist Teetrinken im Sommer gar nicht so absurd, wie es im ersten Moment vielleicht erscheint. Der Körper gerät durch die Wärmezufuhr kurzzeitig in erneutes Schwitzen, doch langfristig sorgt dies für eine Abkühlung des Körpers.

Der Tee-Markt wird, wie der Lebensmittelmarkt generell, von vielen Faktoren beeinflusst. Zunächst einmal ist der Teekonsum abhängig von geografischen Faktoren, wie Gewohnheiten und Traditionen, aber auch von einer saisonal schwankenden Nachfrage. Zusätzlich verlangen die Teetrinker stets Abwechslung in Form von neuen Geschmacksrichtungen. Somit stellt die Markteinschätzung und das Erkennen der zukünftigen Nachfrage für Teehersteller eine große Herausforderung dar. Eine verlässliche Absatzplanung verlangt Antworten auf die aufkommenden Fragen:

Wie verändert sich das Kaufverhalten der Kunden in den nächsten Monaten? Welche Sorten sind gefragt? Ist Bedarf an einer neuen Geschmacksrichtung vorhanden? Welche Rohstoffe werden in welchen Mengen in der nächsten Zeit benötigt?

Die Ostfriesische Tee Gesellschaft (OTG) hat es gemeistert, den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden und ist derzeit einer der Tee-Marktführer in Deutschland mit ihren drei Marken Meßmer, MILFORD und OnnO Behrends. In 2013 betrug der Umsatz von OTG 251 Millionen Euro, das Unternehmen verarbeitet jährlich 11 Milliarden Teebeutel. Um die Spitzenposition am deutschen Markt – und gemeinsam mit weiteren Tochterunternehmen der Laurens Spethmann Holding auch am europäischen Markt – beizubehalten, ist es wichtig die Märkte zu kennen und schnell auf sich verändernde Bedingungen reagieren zu können. Dieser Herausforderung wollte sich OTG bereits 2002 mit einer Softwarezur Absatzplanung stellen. Diese erwies sich jedoch den speziellen Anforderungen bei OTG nicht gewachsen. Anstatt einer verlässlichen und sinnvollen Prognose schlichen sich viele Fehler in die Materialwirtschaft ein.

Im Jahr 2010 wurde deshalb der Entschluss gefasst, die Absatzplanung zu reorganisieren und dafür eine umfassende Software einzusetzen. INFORM konnte sich dabei im Wettbewerb um die für OTG geeignete Lösung mit der Software add*ONE durchsetzen. Dies lag einerseits an der guten Zusammenarbeit in Bezug auf den jahrelangen Einsatz der Software INVENT Xpert, mit deren Hilfe OTG Stichprobeninventuren als Alternative zu den aufwändigen Vollinventuren durchführt. Andererseits überzeugte die Absatzplanung mit add*ONE durch präzise Prognosen, tagesaktuelle Analysen und eine übersichtliche Darstellung. Mit add*ONE kann OTG ihre Absatzplanung auf jeder beliebigen Ebene steuern, z.B. auf Länder- oder regionaler Ebene. Auch andere Perspektiven auf die Absatzplanung wie Produktgruppen oder Kunden sind möglich. Grundlage der Planung sind Prognosen auf Basis von historischen Daten, wobei verschiedene Verlaufskurven wie Brüche, saisonale Veränderungen und schwankendes Kaufinteresse berücksichtigt werden. Ergänzt werden diese Zahlen durch die Expertise der Absatzplaner, die ihre Marktbeobachtungen entsprechend einbringen können. Planabweichungen werden durch Alerts aufgezeigt und Stock-outs verhindert. Somit kann eine fundierte und zuverlässige Absatzplanung garantiert werden. Es sind stets genügend Rohstoffe vorhanden, die Produktion kann zum optimalen Zeitpunkt gestartet werden und Überbeständen wird vorgebeugt. Des Weiteren ist die Kommunikation innerhalb des Unternehmens, zwischen den Marken der Muttergesellschaft und den einzelnen Abteilungen effektiver, da die Absatzplanung in alle betrieblichen Prozesse integriert und das Management mit den einzelnen Fachabteilungen vernetzt ist.

Vielleicht ist Tee im Sommer eine gute Alternative als Flüssigkeitszufuhr? add*ONE garantiert, dass meine Lieblingsteesorte „Türkischer Bayram“ zu allen Jahreszeiten und jederzeit in meinem Supermarkt vorrätig ist. Und wenn es dann doch mal eine andere Sorte sein soll, dann haben die Prognosen von add*ONE garantiert dafür gesorgt, dass ich auch nach dieser im Regal greifen kann.


Success Story - Absatzplanung bei OTG

Wollen Sie mehr darüber erfahren, wie die Ostfriesische Tee Gesellschaft durch eine erfolgreiche Absatzplanung diese Produktvielfalt garantieren kann? Dann können Sie die Success Story gerne bei uns anfordern.




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Über die Autorin

  • Jana Vreydal war studentische Hilfskraft bei der INFORM GmbH. Im Marketing des Geschäftsbereiches Produktion hat sie sich mit den Themen Produktionsplanung und Business Intelligence beschäftigt.

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