Add-Ons ermöglichen eine (messer)scharfe und präzise Produktionsplanung

von Stipo Nad
Messer steckt in Apfel

In deutschen Küchen hat sich in den letzten Jahren viel getan. Auch wenn in den Kochtöpfen der Deutschen trotz anhaltender guter Vorsätze oft noch Fertigprodukte anstelle von Gemüse brutzeln, haben Küchen den Charakter eines Statussymbols erlangt. Außerdem sind die Themen Essen und Kochen in den Medien längst nicht mehr wegzudenken. Kochshows, Fachmagazine, Rezepte-Websites, Gourmet-Podcasts und Food-Blogs erklären uns gerne tagtäglich was gesund, schmackhaft oder einfach nur schlecht für unseren Körper ist. Und auch wenn wir die guten Ratschläge oft nicht diszipliniert befolgen und mehr Zeit in das Kochen investieren, erlebt die Küche als Wohnraum ein Comeback.

Zurückgeführt werden kann der Küchentrend unter anderem auf die hohe Konsumfreude im letzten Jahr. Zusätzlich haben die niedrigen Zinsen die Kaufbereitschaft positiv beeinflusst. Das spiegelt sich auch in den steigenden Ausgaben wider, die Küchen ihren Käufern mittlerweile wert sind. Und nicht nur für Küchen investiert man hierzulande Beträge, die denen eines Kleinwagens entsprechen. Denn auch Küchen-Accessoires wie zum Beispiel Kitchen Aid, Thermomix und Co. erfreuen sich in deutschen Küchen zunehmender Beliebtheit. Die kostspieligen Allround-Talente finden ihren Platz eigentlich in allen Küchen: als passende Ergänzung zur neuen Luxusküche oder als Aufwertung zum Küchen-Standard. Der Wunsch nach Qualität zeigt sich auch bei anderem Küchenzubehör: Unter anderem sind auch hochwertige Messer immer begehrter bei deutschen Konsumenten.

Qualitätsprodukte bedürfen einer erstklassigen Fertigung

Zum Beispiel konnte der Solinger Messerspezialist Zwilling im Vorjahr erstmals einen Rekordumsatz von 650 Millionen Euro erzielen. Seit 280 Jahren steht die Marke Zwilling für hochwertige Markenartikel im Bereich Küche. Und auch deren Fertigung zeigt Qualität. Die traditionsreichen Schneidwaren werden in der Solinger Fabrik in ausgefeilter Serienproduktion gefertigt, in einer Kombination aus Handarbeit und Automatisierung: Roboter und Maschinen formen aus einem Stahlrechteck den Messerrohling und bilden den Kropf, woraufhin die Mitarbeiter manuell Messergriffe montieren, Oberflächen schleifen, Klingen abziehen und natürlich die Qualität jedes einzelnen Messers prüfen.

Eine optimierte Produktionsplanung sorgt für die nötige Schärfe

Doch die Fertigungsplanung der Messer ist auch sehr komplex: Allein in der Endmontage gibt es bis zu zehn miteinander verkettete Arbeitsprozesse. So ist die Produktionsplanung der Qualitätsprodukte trotz Serienfertigungsprozess sehr schwierig. Die zahlreichen Kapazitäten verlangen daher eine detaillierte Betrachtung, mit der herkömmliche ERP-Systeme überfordert sind. Dennoch ist eine fundierte, vorausschauende Planung in einem expandierenden Unternehmen und bei der steigenden Nachfrage der Küchen-Fans unentbehrlich.

Vor der Einführung eines Add-Ons für das bestehende ERP-System bestand die Schwierigkeit bei Zwilling konkret darin, Chefaufträge, die alle anderen Aufträge verdrängt haben, zu vermeiden. Deren Auswirkung auf die Produktion war oft unklar, da ebenfalls die nötige Transparenz der Prozesse fehlte. Komplexe Fertigungen zu planen ist eine Herausforderung - Veränderungen der Nachfrage und verändertes Konsumentenverhalten erschweren die termingetreue Abarbeitung der Aufträge zusätzlich. Zwilling hat diese Herausforderung angenommen und sein ERP-System bereits 2008 durch eine entscheidungsintelligente Softwarelösung aufgerüstet. So konnte die stetig steigende Nachfrage im Markt durch die optimale Auslastung der vorhandenen Kapazitäten von Beginn an effizient bedient werden. Und das Planungssystem hat sich ausgezahlt: Höhere Termintreue, verbesserte Transparenz der Arbeitsvorgänge, Produktivitätssteigerung, Verkürzung der Lieferzeiten und Senkung der Kapitalbindung waren die Folge. Die Firma Zwilling ist nur ein Beispiel dafür, welche Probleme in produzierenden Unternehmen auftreten können, wenn die Nachfrage durch Trends steigt. Wie man an den Rekordumsätzen sehen kann, konnte der Messerspezialist diese Herausforderung durch innovative Software in Erfolge umwandeln und so den eigenen Wachstumskurs weiterfahren. Und auch für die Zukunft ist Zwilling gewappnet, denn der Küchentrend hält vermutlich an und Küchenzubehör bleibt vorerst eine beliebte Shopping-Errungenschaft.

Fazit

Auch wenn nicht jeder Trend Probleme in der Produktionsplanung der betroffenen und angrenzenden Industrien hervorruft, sind Veränderungen im Markt durchaus wichtige Faktoren für die Fertigungsplanung. Produzierende Unternehmen sollten steigende Nachfrage ernst nehmen, um ihre Kunden zufrieden zu stellen und weiter qualitativ hochwertige Produkte zu angemessenen Preisen anbieten zu können. Zwilling hat gezeigt, dass entscheidungsintelligente Softwaresysteme die Fertigungsplanung vereinfachen können und viele Vorteile mit sich bringen, die Mensch und Maschine reibungslos und termingerecht nebeneinander arbeiten lassen. Wer den optimalen Überblick über seine Kapazitätsplanung und Fertigungssteuerung hat, kann auch die kommenden Trends der Konsumenten besser im Blick behalten. Falls Sie mehr darüber erfahren wollen, wie Zwilling seine Produktionsabläufe optimiert hat, können Sie die komplette Success Story gerne hier anfordern.



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Über den Autor

  • Stipo Nad

    Stipo Nad ist seit 2001 bei INFORM tätig und beschäftigt sich hauptsächlich mit den Themenschwerpunkten Advanced Planning & Scheduling, Produktionsplanung sowie Business Intelligence.

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