Agiles Arbeiten bei INFORM: Viel mehr als nur Flipcharts und bunte Klebezettel

von Vanessa Sack
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Agilität spielt in vielen Bereichen bei INFORM eine wichtige Rolle, vor allem in der Entwicklung unserer entscheidungsintelligenten Softwarelösungen. „Agile Teams“, „agile Methoden“, „agile Transformation“ – mittlerweile ist Agilität in aller Munde und man könnte argumentieren, dass der Begriff inzwischen zu einem viel verwendeten, aber inhaltslosen Buzzword geworden ist. Für uns bei INFORM jedoch ist das agile Arbeiten nicht nur ein wichtiger Wettbewerbsvorteil im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung. Agilität bestimmt gleichzeitig unser Mindset und prägt die damit einhergehende Arbeitskultur bei INFORM: eine Kultur, in der jede/r Einzelne mehr Eigenverantwortung für das Arbeitsergebnis trägt und durch ihren/seinen persönlichen Beitrag etwas bewegen und zum Unternehmenserfolg beitragen kann.

Agilität – Was ist das eigentlich?

Mit dem digitalen Wandel wird das Tempo der sich verändernden Märkte und Kundenwünsche immer schneller. Produkte müssen zügiger verfügbar sein. Agilität beschreibt die Flexibilität und die Fähigkeit eines Unternehmens, sich schnell an die verändernden Marktbedingungen und Kundenbedürfnisse anzupassen. Die Geschwindigkeit der Anpassung nimmt dabei eine entscheidende Rolle ein, denn agil sein bedeutet nicht allein flexibel und anpassungsfähig zu sein, sondern gleichzeitig proaktiv und vorausschauend zu handeln.

Warum wir agil arbeiten

Bei einem klassischen Softwareprojekt steht zu Beginn die Produktspezifikation. Hier werden Anforderungen festgehalten und beschrieben, was alles umgesetzt werden soll. Danach wird monate- oder vielleicht auch sogar jahrelang entwickelt und am Ende dieses langwierigen Prozesses ist das Ergebnis eine komplexe Softwarelösung. Doch was ist, wenn es zwischendurch zu unvorhergesehenen Änderungen kommt? Was, wenn der Kunde plötzlich eine ganz andere Anforderung hat, die zuvor nicht bedacht wurde?

Als Spezialisten für Optimierungssoftware lösen wir komplexe Problemstellungen. Oftmals kann man in einem Projekt zu Beginn noch nicht mit vollkommener Sicherheit sagen, wo man am Ende genau landen wird. Daher ist es sinnvoll, das Problem Stück für Stück zu lösen und dabei immer wieder das eigene Vorgehen zu bewerten. Das bedeutet auch Auswirkungen von Produktänderungen zu erkennen und hin und wieder auch die Richtung zu wechseln, indem Veränderungen aktiv angestoßen und neue Dinge ausprobiert werden.

Wie arbeiten wir agil?

Im Bereich der Softwareentwicklung nutzen viele unserer Bereiche Scrum für die agile Zusammenarbeit, d.h. wir arbeiten in kurzen Entwicklungszyklen, den sogenannten „Sprints“. Bevor es mit einem dreiwöchigen Sprint losgeht, werden die zum aktuellen Moment wichtigsten Anforderungen an das Produkt identifiziert und in Aufgaben überführt. So besteht die ständige Möglichkeit, Anpassungen am jeweiligen Softwareprojekt machen und dadurch den höchsten Kundennutzen gewährleisten zu können.
Sind die Schwerpunktthemen identifiziert, steckt das Entwicklungsteam sich selbst das Ziel, wie viele der Aufgaben im kommenden Sprint umgesetzt werden. Die neu entstandenen Funktionalitäten definieren am Ende jedes Sprints ein neues „Increment“. So können wir unseren Kunden schnell ein nutzbares Produkt-Release vorlegen, das die wichtigsten Features enthält.

Nach jedem Sprint können wir unser Vorgehen bewerten und den ursprünglichen Plan zügig auf die aktuellen Umstände anpassen und optimieren. Dadurch wird das Risiko minimiert, ein aufwendiges, aber nicht passendes Produkt zu entwickeln. Stattdessen setzen wir nur das um, was unsere Kunden wirklich brauchen, indem wir sie frühzeitig in den Entwicklungsprozess involvieren.

Im Scrum-Team sind drei verschiedene Rollen vertreten, um gemeinsam diesen agilen Prozess zum Leben zu erwecken:

  • Product Owner (PO): Die Person ist für die Anforderungen und die inhaltliche Ausgestaltung des Produkts verantwortlich. Mit dem Wissen über Markt, Kunden und entstehenden Produktanforderungen definiert der PO die Reihenfolge, in der neue Produktfeatures entwickelt werden. Der Nutzen wird gegen Aufwände und Machbarkeiten abgewogen, die vorab vom Entwicklungsteam erfragt werden.
  • Development-Team: Neben der fachlichen Einschätzung der Entwickler/-innen über Aufwände neuer Funktionalitäten, konkretisiert das Entwicklungsteam die entstehenden Aufgaben, sodass diese angegangen werden können. Das Team gibt an, wie viele dieser Aufgaben im nächsten Sprint umgesetzt werden können und entwickelt das Produkt in den einzelnen Sprints weiter.
  • Scrum Master: Der Scrum Master sorgt für die geeigneten Rahmenbedingungen, damit das Entwicklungsteam innerhalb eines Sprints möglichst störungsfrei arbeiten kann. Die Person behebt eventuell auftretende Probleme und führt das Team durch die Scrum-Events (z. B. Daily Scrum, Sprint Planning, Sprint Review…) und den Entwicklungszyklus.

Mehr Selbstbestimmung und wachsendes Engagement

Aber wie genau wirkt sich das agile Arbeiten auf unsere interne Zusammenarbeit und unsere Arbeitskultur aus?
Die Grundprinzipien des agilen Arbeitens sind flache Hierarchien, Selbstorganisation und crossfunktionale Teams. Anders als in klassischen Arbeitsmodellen ist die Aufgabe unserer Führungskräfte, die Teams so zu unterstützen, dass sie selbstständig handeln können. Entscheidungen sollen also bewusst dort getroffen werden, wo das Wissen sitzt, nämlich bei den Fachexpert/-innen. Anhand gemeinsamer Visionen, Werte und Prinzipien kennt jeder im Team den eigenen Entscheidungsspielraum und gibt sein/ihr Bestes, ein ausgezeichnetes Softwareprodukt zu erschaffen. Dabei profitieren alle Beteiligten von einem offenen und transparenten Wissens- und Erfahrungsaustausch. Zwar liegt es im Falle von Scrum beim Product Owner festzulegen, welche Funktionalitäten als nächstes eingeführt werden („Was wird kommen?“). Dafür bestimmt das Dev-Team selbstständig, was davon im Sprint erreicht werden kann und wie es technisch umgesetzt wird („Wie wird es umgesetzt?“). Denn bei INFORM sind alle stets offen für neue Ideen und bereit, etablierte Dinge zu ändern, wenn es eine bessere Lösung gibt. Durch das gegenseitige Vertrauen können unsere Kolleginnen und Kollegen Eigeninitiative und Mut entwickeln, neue Dinge auszuprobieren – und niemand nimmt es ihnen übel, wenn sie auf dem Weg dorthin scheitern. Denn Fehler zu machen ist aus unserer Sicht eine Gelegenheit zum permanenten Lernen und allemal besser, als in alten Mustern und der persönlichen Komfortzone zu verharren. Regelmäßige Sprint-Retrospektiven helfen außerdem dabei, die eigene Arbeit zu reflektieren und mögliche Verbesserungspotentiale gemeinsam aufzudecken.

Was bedeutet agiles Arbeiten für unsere Mitarbeiter/-innen?

Ruth Dannhauer, Entwicklerin im Bereich Workforce Management
„Agiles Arbeiten heißt für mich in erster Linie, nicht irgendwo festzustecken, sondern die Freiheit zu haben, jederzeit sinnvoll weiterzukommen. Hast du einen Fehler gemacht? Nicht schlimm, in der nächsten Iteration kannst du ihn korrigieren. Passt ein Konzept doch nicht? Dann passen wir es eben an. Hast du auf einmal eine bessere Idee? Super, dann lass sie uns nutzen. Läuft dir die Zeit für eine große Aufgabe davon? Nicht dramatisch, wir entscheiden aufgrund unserer aktuellen Situation, was jetzt am wichtigsten ist, und wer dich unterstützen kann.”

Andreas Auclair, Scrum Master im Bereich Workforce Management
„Agiles Arbeiten bedeutet für mich, dass ich mich von Veränderungen nicht verunsichern lasse, sondern sie ein natürlicher Aspekt des täglichen Miteinanders sind. Strukturen und ein gemeinsames Verständnis im Team helfen bei der Orientierung, bis sich das Unbekannte in das große Ganze einfügt.“

Britta Grimm, Beraterin im Bereich Workforce Management
„Für mich bedeutet agiles Arbeiten vor allem Kommunikation und Transparenz, denn Entscheidungen werden oftmals an dezentraler Stelle getroffen. Durch die crossfunktionale Zusammenarbeit fließen die Informationen schnell und einfach zusammen, sodass jeder über die für ihn/sie relevanten Abläufe jederzeit informiert ist und zielgerichtet arbeiten kann.“

 

Möchtest auch du in einem agilen Unternehmensumfeld arbeiten? Dann wirf gerne einen Blick in unsere offenen Stellenangebote und werde Teil unserer cross-funktionalen Teams. Wir sind stets auf der Suche nach engagierten Persönlichkeiten mit einem agilen Mindset, die Veränderungen nicht scheuen und gerne ihren persönlichen Fußabdruck in Projekten hinterlassen möchten.



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Über die Autorin

  • Vanessa Sack arbeitet seit Dezember 2019 bei INFORM. Sie ist verantwortlich für den Bereich Personalmarketing und beschäftigt sich mit den Themen Azubi- und Online-Marketing, PR sowie Kooperationen bzw. Sponsorings.

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