Aus dem Ausland bei INFORM – mein Praktikum im Team der Unternehmenskommunikation

von Emilia Ashton
Seit September 2019 bin ich Praktikantin bei INFORM

Jedes Jahr nutzen viele Studenten die Gelegenheit ein Auslandspraktikum zu machen, um Fremdsprachenkenntnisse zu vertiefen, fremde Länder und Kulturen kennenzulernen und den eigenen Horizont zu erweitern. So wie ich greifen viele Studenten aus Europa zu diesem Zweck auf ein Auslandspraktikum im Rahmen von Erasmus+ zurück – ein EU-Programm, das die Möglichkeit bietet, in einem anderen europäischen Land für maximal 12 Monate zu studieren und/oder zu arbeiten.

Auslandspraktika bringen nicht nur viele Vorteile alleine für die Studenten mit sich. Auch die teilnehmenden Unternehmen profitieren, indem ausländische Praktikanten einen ganz neuen Blickwinkel und neue Impulse mit ins Team bringen. Natürlich ist auch ein Effekt für das Unternehmensimage und die Nachwuchsförderung nicht zu vernachlässigen. Diese Meinung teilt auch INFORM. Seit vielen Jahren vergibt das Aachener Softwareunternehmen regelmäßig ein Praktikum in der Unternehmenskommunikation an eine ausländische Studentin – und in diesem Jahr habe ich die Chance erhalten.

Im Rahmen meines Studiums – ich studiere BWL mit Deutsch als Nebenfach an der Sheffield Hallam University – muss ich fast 18 Monate in einem deutschsprachigen Land leben, studieren und arbeiten. Mein Auslandssemester an der Partneruniversität in Passau habe ich bereits absolviert. Seit September 2019 arbeite ich nun bei INFORM im Team der Unternehmenskommunikation.

Meine tägliche Arbeit

Was mir auch nach 5 Monaten an dem Praktikum bei INFORM besonders gefällt: Kein Tag gleicht dem anderen! Dennoch besteht meine Arbeit grundsätzlich aus zwei Hauptaufgaben:

All Things Supply Chain Blog: Während meines Praktikums bin ich Redakteurin und Autorin für den All Things Supply Chain Blog. Dies ist ein englischsprachiger Blog bei INFORM, auf dem wir über Supply Chain Management, Logistik und viele anderen Themen und Trends in diesem Bereich schreiben. Ich verwalte die sozialen Netzwerke für den Blog, lade unsere Blogbeiträge hoch und korrespondiere mit Gastbloggern oder Veranstaltern von Konferenzen. Außerdem verfasse ich das „Supply Chain Weekly Wrap-Up“. Das ist eine Zusammenfassung der drei wichtigsten Neuigkeiten im Supply Chain Management der jeweiligen Woche.

Meine Lieblingsaufgabe jedoch ist das Schreiben von eigenen Blogbeiträgen, obwohl das manchmal sehr frustrierend sein kann. Ich bin mir sicher, jeder Schriftsteller bzw. Blogger weiß, wie nervig und frustrierend es ist, wenn man eine Schreibblockade hat. Es ist jedoch überaus schön zu sehen, wenn sich die harte Arbeit auszahlt und der fertige Artikel veröffentlicht wird. Ich freue mich sehr, dass mir ein hohes Maß an kreativer Freiheit gegeben wird. Ich kann selbst entscheiden, über welches Thema ich schreiben und welche Perspektive ich dabei einnehmen möchte. Hier ist ein Beispiel meiner Arbeit: Supply Chain Management Outsourcing – What’s the verdict?

Prüfung von Übersetzungen: Da viele Kunden von INFORM im Ausland sitzen, werden auch viele Texte auf Englisch verfasst. An dieser Stelle komme ich ins Spiel. Als englische Muttersprachlerin ist die Prüfung von englischen Übersetzungen eine weitere zentrale Aufgabe für mich. Für die unterschiedlichen Geschäftsbereiche von INFORM lese ich Texte, Blogbeiträge, Posts für soziale Medien, Jobbeschreibungen usw. und korrigiere diese, um sicherzustellen, dass das Englisch auf muttersprachlichem Niveau ist.

Leben in Deutschland

Die Reise nach Deutschland war natürlich ein Sprung über meinen Schatten. Um es ganz einfach zu sagen: Es ist ein fremdes Land mit anderen Sitten und einer anderen Sprache. Ich kann nicht leugnen, dass ich zu Anfang meines Auslandsaufenthalts sehr nervös war, aber rückblickend waren meine Sorgen unbegründet. Ich lebe jetzt seit fast 10 Monaten in Deutschland und ich finde, dass das Leben hier nicht ganz so anders ist als das in Großbritannien. Es gibt viele Grünflächen in den Städten, die öffentlichen Verkehrsmittel kommen häufig zu spät und es regnet oft – besonders in Aachen. Die Deutschen und besonders meine Kollegen sind freundlich und die meisten können sogar ein bisschen Englisch sprechen, wenn man Hilfe braucht und es auf Deutsch eher schwierig wird.

Die zwei größten Unterschiede für mich sind zum einen, dass meine Familie nicht gleich um die Ecke ist. Aber moderne Technologie macht das einfacher, sodass ich regelmäßig über die sozialen Medien mit meiner Familie Kontakt habe. Zum anderen musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, dass die Geschäfte in Deutschland sonntags geschlossen sind. Ich vergesse es trotzdem oft.

Was ich an meiner Erfahrung liebe

Leben in einem anderen Land: Ich finde diese Erfahrung wunderbar, weil alles total neu für mich ist. Bevor ich nach Deutschland kam, habe ich in dem Dorf gelebt, in dem ich geboren wurde. Obwohl ich diesen Ort immer mein Zuhause nennen werde, glaube ich, dass ich die jetzige Auslandserfahrung brauche, um als Person zu wachsen.

Mein Job: Ich liebe meinen Job (das sage ich nicht nur, weil mein Praktikum gut bezahlt wird :-)). Ich bin dem Team in der Unternehmenskommunikation sehr dankbar, dass sie mich eingestellt haben, weil ich nicht glaube, dass ich ein besseres Praktikum hätte finden können. Sie machen mich wirklich zum Teil des Teams. Ich weiß, dass mein Deutsch nicht das Beste ist, aber mein Team ist fantastisch. Alle sind sehr geduldig und wiederholen oft Dinge für mich, wenn es nötig ist. Sie ermutigen mich Deutsch zu sprechen und ich bin der Meinung, dass mein Deutsch sich mit ihrer Hilfe verbessert hat.

Reisen: Seit ich in Deutschland lebe, hat mich das „Reisefieber“ gepackt und ich liebe es. Es ist mir gelungen, einige der großen Städte, die ich schon immer besuchen wollte, von meiner Liste abzuhaken z.B. Dresden, Nürnberg, Köln und Wien. Aber ich habe auch einige kleinere, weniger touristische Orte wie z.B. Český Krumlov in Tschechien und die Fränkische Schweiz besucht, die ebenfalls beeindruckend waren.

Wie geht’s weiter?

Ich bleibe hier in Deutschland bis zum September, also habe ich noch viel Zeit, um noch mehr zu lernen und zu entdecken. Wenn ich mein Praktikum beendet habe, muss ich mein Studium in England abschließen. Noch weiß ich nicht, in welcher Branche ich später arbeiten möchte. Bisher hat meine Zeit bei INFORM meinen Horizont aber auf jeden Fall erweitert in Bezug auf die Bereiche, in denen ich später tätig sein könnte.

Jedem, der die Möglichkeit hat, ein Praktikum im Ausland zu machen, würde ich dies auf jeden Fall empfehlen. Es ist eine tolle persönliche Erfahrung. Man bekommt nicht nur einen Einblick in fremde Firmenkulturen und sammelt dabei (erste) wichtige Berufserfahrungen, sondern lernt auch viel über sich selbst. Das ist definitiv eine Erfahrung, die ich zu schätzen weiß.



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Über den Autor

  • Emilia Ashton

    Emilia Ashton arbeitet seit September 2019 als Praktikantin im Bereich Unternehmenskommunikation bei INFORM. Ihre privaten und beruflichen Interessen liegen in den Bereichen Online-Marketing, Supply Chain Management, Logistik und Supply Chain Nachhaltigkeit.

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