Der deutsche Sommer – warum Absatzplanung von Eiskrem so schwierig ist

von David Weaver

Wenn man die aktuellen Wetterberichte verfolgt, dann bekommt man den Eindruck, dass in Deutschland die Monsun-Zeit angebrochen ist. Von echtem Sommer, wie ich ihn kenne, jedenfalls keine Spur. Ich muss schon sagen, dass ich viel Glück hatte in Kalifornien aufzuwachsen, wo die Sonne praktisch immer scheint (ok…fast immer). Bevor ich nach Deutschland gezogen bin, habe ich nie verstanden, wieso meine Frau während ihrer Besuche in Kalifornien immer den Drang verspürte, so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen. Nach 4 Jahren in einer der bewölktesten Regionen Deutschlands habe ich es endlich verstanden. Wenn zum Beispiel in meiner aktuellen Wahlheimat Aachen im Sommer tatsächlich die Sonne scheint, können Sie sich sicher sein, dass gefühlte 80% der Einwohner die seltene Gelegenheit beim Schopf ergreifen und irgendwo draußen ein Eis essen gehen.

Aber auch für die Produzenten von Eiskrem ist es nicht ganz einfach in Deutschland. Der Markt ist von einer Vielzahl verschiedener Faktoren abhängig. Saisonale Bedingungen, eine große Produktauswahl, schwankende Rohstoffpreise sowie strikte gesetzliche Regulierungen machen das wirtschaftliche Umfeld viel sensibler als in jedem anderen europäischen Land. Ich kann dies in Bezug auf den Saisonaspekt persönlich bezeugen. Schon letztes Jahr war der Sommer hier in Deutschland quasi nicht existent. Es ging ein kollektiver Seufzer in den sozialen Medien durch Deutschland und das nahezu aus jeder Region.

Sie können sich sicherlich vorstellen, wie niedrige Temperaturen und Regentage den Eiskremmarkt beeinflussen. Man kann mit Sicherheit sagen, dass in einem mit derartiger Unsicherheit behaftetem Umfeld die Absatzplanung eine große Herausforderung für ein Unternehmen darstellen kann.Trotz des wechselhaften Wetters in Deutschland ist die Nachfrage nach Eiskrem seit Mitte der 90er-Jahre und mit ihr das Verlangen der Verbraucher nach immer neuen Geschmacksrichtungen und Vermarktungskonzepten stetig gewachsen.

Ein Unternehmen, das es geschafft hat, die große Herausforderung der Absatzplanung vor diesem Hintergrund zu meistern, ist R&R Ice Cream. Das Unternehmen ist einer der größten Hersteller von Eiskrem in Europa und produziert über 1.000 verschiedene Produktvarianten. wovon 30 % in andere europäische Länder oder zu Standorten der Unternehmensgruppe R&R vertrieben werden. Dieses Intercompany-Geschäft bringt einige besondere Herausforderungen im Prozess der Absatzplanung mit sich. Grund hierfür sind die länderspezifischen Kundenwünsche, zum Beispiel aus Großbritannien, Frankreich oder Polen in Bezug auf verschiedene Geschmacksrichtungen und Zubereitungen. Verschiedene Geschmäcker bedeuten unterschiedliche Rohmaterialien, die für den Produktionsprozess herangeschafft werden müssen. Wie komplex das ist, erkennt man, wenn man sich die operativen Prozesse von R&R Ice Cream genauer anschaut.

Innerhalb des Absatzplanungsprozesses arbeitet R&R Ice Cream mit einer sogenannten Einlauf-Planung. Dabei wird ein Teil der Saisonartikel bereits Wochen und Monate vor der heißen Verkaufsphase produziert, um die Verfügbarkeit zu sichern. Während der Hauptumsatzzeit sind dann tägliche Forecasts über den Verkauf einzelner Artikel nötig, um in der Absatzplanung und Produktion bei Bedarf nachsteuern zu kön­nen. Die Auslauf-Planung zählt zur Königsdisziplin: Hier kommt es darauf an, Überbestände am Ende der Saison zu vermeiden, für die sich im Folgejahr keine Abnehmer mehr finden.

Ohne exakte Absatzprognosen ist ein solcher Prozess nur schwierig zu bewerkstelligen. Aus diesem Grund setzt R&R Ice Cream bereits seit 2006 intelligente Planungssoftware auf Basis von Prognosen im operativen Geschäft ein, die zu einer schnellen, flexiblen und transparenten Absatzplanung geführt hat.

Die Prognosen für das kommende Wochenende sagen jedenfalls viel Sonne voraus. Ich kann nur hoffen, dass mein Lieblings Eiscafe genauso gut vorausgeplant hat, wie R&R Ice Cream!

 

Success Story - Absatzplanung bei R&R Ice Cream

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Über den Autor

  • David Weaver

    David Weaver arbeitet seit 2011 bei der INFORM GmbH und beschäftigt sich hauptsächlich mit den Themen Betrugsprävention und Compliance. 

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