Inventur trotz Homeoffice

von Christian Günther
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Viele Dinge lassen sich mehr oder weniger gut ohne Kontakt realisieren. Etwas Umdenken erfordert es manchmal schon, aber Händler, Geschäftsleute und Unternehmen sind erfinderisch in dieser Zeit. Firmen schicken Mitarbeiter ins Homeoffice, halten Meetings nur noch online ab. Alles ein bisschen anders als gewohnt, aber durchaus machbar. Und eigentlich ganz bequem diese neue Arbeitswelt. Und doch kommen wir alle, ob nun als Privatperson oder Geschäftsperson, immer wieder an verschiedene Punkte, wo es eben doch nicht so ganz ohne den menschlichen Kontakt geht.

Kontaktlose Inventur?

Die Inventur ist einer dieser Punkte. Die eigenen Mitarbeiter und zusätzliches externes Inventurpersonal ins Lager schicken, um Waren zu zählen? Kein schöner Gedanke, wenn man an die mögliche Ansteckungsgefahr denkt. Doch auch für die Inventur gibt es eine Lösung, mit deren Hilfe der Einsatz der Mitarbeiter auf ein Minimum begrenzt wird. Diese Lösung ist nicht neu – wie so vieles was wir gerade (wieder-) entdecken. Aber es geht ja auch nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern arbeitsfähig zu bleiben. Nicht neu, aber dennoch absolut aktuell ist der Einsatz der Stichprobeninventur als anerkannter Ersatz zur Vollinventur. Und die Einführung der entsprechenden Software für eine Stichprobeninventur als Cloud-Variante ist innerhalb von wenigen Stunden abgeschlossen.

Was Stichprobeninventur bedeutet und wieso sie jetzt so hilfreich ist

Die Stichprobeninventur ist ohnehin schon ein echter Gewinn für Unternehmen, da unproduktive Inventurtage zu produktiven Arbeitstagen werden. Dies wird erreicht, indem durch mathematisch-statistische Methoden eine deutlich geringere Anzahl an Lagerpositionen zur Zählung ausgewählt wird. Die Ergebnisse zu den Zählungen dieser Lagerpositionen werden anschließend auf den Gesamtbestand des Lagers hochgerechnet. Das Ergebnis ist ebenso aussagesicher wie das einer Vollinventur und im Bruchteil der Zeit erreicht. Dadurch amortisieren sich die Investitionskosten für die Software bereits im ersten Jahr allein durch die Einsparung der Zählpositionen. Diese Alternative zur Vollinventur ist gesetzlich anerkannt sowie von Wirtschaftsprüfern zertifiziert und akzeptiert. Sie ist sowohl als Stichtagsinventur als auch als permanente Inventur einzusetzen. In der aktuellen Lage wird das Thema umso wertvoller, da kaum Personal benötigt wird. Die wenigen nötigen Mitarbeiter können mit genügend Sicherheitsabstand in aller Ruhe präzise zählen, wiegen und messen.

Wann ist ein Umstieg möglich?

Der Umstieg ist jederzeit möglich. Wer permanent inventiert vielleicht jetzt schon akut betroffen und auch diejenigen, bei denen die Stichtagsinventur noch nicht lange zurückliegt, können schon jetzt aktiv werden und die aktuelle Zeit nutzen. So können Sie die Inventur vorziehen und mit Hilfe der Stichprobeninventur ohne großen Mitarbeitereinsatz flexibel durchführen. Zum Jahresende könnte die Stichprobeninventur parallel zum Tagesgeschäft eingesetzt werden. In beiden Fällen können sich die Mitarbeiter ganz der Endjahresrallye zur Rettung des Jahresumsatzes widmen.

Alles in allem bleibt diese Zeit eine Zeit des Umdenkens und Neudenkens.
Wie planen Sie Ihre nächste Inventur?



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Über den Autor

  • Christian Günther

    Christian Günther ist bei der INFORM GmbH verantwortlich für das Geschäftsfeld der Stichprobeninventur. Bereits seit 2015 berät und begleitet er zahlreiche Kunden beim jährlichen Inventurprozess.

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