Virtuelles Praktikum im Corporate Marketing – Eine ganz neue Erfahrung

von Vanessa Sack
Seit September 2020 macht Alice ihr Remote-Praktikum im Marketing bei INFORM

Ein Interview mit Alice Scott

Seit nun beinahe anderthalb Jahren befinden wir uns bei INFORM pandemiebedingt größtenteils im Homeoffice. Auch in Zeiten von virtuellen Kaffeepausen, Workshops oder digitalen Monatsmeetings, hat sich das Team des Corporate Marketings nicht die Chance nehmen lassen, das regelmäßig ausgeschriebene Jahrespraktikum an eine ausländische Studentin zu vergeben. Seit September 2020 unterstützt Alice, die ursprünglich aus Wales kommt, das Team des Corporate Marketing und hat ihren Chef bis heute lediglich einmal persönlich getroffen. Welche Erfahrungen sie im Remote-Praktikum macht und wie es ihr damit geht, dass sie die meisten ihrer Kolleginnen und Kollegen noch nie live und in Farbe erlebt hat, erzählt sie uns im Interview.

Kannst du dich kurz vorstellen?

Mein Name ist Alice, ich bin 27 Jahre alt und studiere Sustainable Mountain Development im Master an der University of the Highlands & Islands in Schottland. Dabei handelt es sich um ein Fernstudium, denn seit Herbst 2019 lebe ich in Aachen. Ich bin hierhin gekommen, um mit meinem deutschen Freund zusammenzuleben und in Deutschland Karriere zu machen.
Parallel zum Studium absolviere ich ein Jahrespraktikum bei INFORM im Corporate Marketing bis August dieses Jahres. Meinen Bachelor-Abschluss habe ich 2019 gemacht, im Bereich Hotel- und Tourismus Management an der University of Portsmouth in England. Während meines Bachelorstudiums habe ich bereits Deutsch gelernt und aktuell nehme ich Deutschunterricht auf C1-Niveau, welcher von INFORM angeboten wird.

Wie hast du das erste Mal von INFORM gehört?

Damals habe ich nach Praktika-Stellen gesucht und letztendlich habe ich das Angebot von INFORM auf dem Stellenportal Indeed entdeckt. Das Praktikum bei INFORM gefällt mir sehr, weil ich meine Marketing-Kenntnisse ausbauen und gleichzeitig meine Deutschkenntnisse verbessern kann, auch wenn ich hauptsächlich Texte auf Englisch schreibe. Grundsätzlich finde ich es gut, Erfahrungen in einer deutschen Firma zu sammeln, um auch die Arbeitskultur besser zu verstehen.

Wie war dein Remote-Start bei INFORM? Ist dir der Start schwergefallen?

Ich habe mich sehr gut eingelebt, auch wenn ich ausschließlich von zu Hause arbeiten musste. Insbesondere während meines Starts wurde ich intensiv virtuell betreut. Aber auch heute noch kann ich jederzeit Fragen stellen und finde auch immer sehr schnell jemanden, der die Antwort weiß.

Wie ist es generell, ein Praktikum pandemiebedingt nur im Homeoffice absolvieren zu können? Wie geht es dir damit, wenn man die Kolleginnen und Kollegen noch nie persönlich gesehen hat?

Ich genieße das Arbeiten aus dem Homeoffice wirklich sehr! Ich habe mehr Zeit und Energie für meine Hobbys. Da ich nicht ins Büro fahren muss und somit auch den Arbeitsweg spare, habe ich auch mehr Zeit für mein Masterstudium. Ich habe meinen Chef bisher nur einmal persönlich an meinem ersten Arbeitstag getroffen, seitdem hat alles andere online stattgefunden. Aber deswegen habe ich keine schlechte Beziehung zu meinen Kollegen und ich glaube nicht, dass das Verhältnis untereinander im Büro besser bzw. anders wäre. Auch per Videoanruf kommen alle sehr nett rüber. Ich kann trotzdem eine gute Beziehung zu jemandem haben, ohne persönlich mit ihm oder ihr zu sprechen.

Was tun die Mitarbeiter/-innen dafür, damit du dich trotz der Distanz als Teil von INFORM fühlst? Wie bleibst du mit den Leuten von Zuhause aus in Kontakt?

Alle Kollegen sind sehr nett und zuvorkommend und wenn ich Fragen habe, sind sie immer bereit mir zu helfen. Ich habe tägliche Meetings mit meinem Vorgesetzten und regulär alle 14 Tage mit dem gesamten Team, bei dem wir uns zu aktuellen Themen austauschen. Aber auch zwischendurch gibt es immer mal wieder virtuelle Treffen, an denen ich beteiligt bin.

Was macht dir an deinem Aufgabenfeld besonders Spaß?

Meine Aufgaben bestehen darin, verschiedene Texte mit Supply-Chain-Bezug und wöchentliche Nachrichtenzusammenfassungen in englischer Sprache für unseren Blog „All Things Supply Chain“ zu verfassen. Darüber hinaus verwalte ich die Social-Media-Kanäle des Blogs, wie Facebook, Twitter, Instagram und LinkedIn, und ich plane die entsprechenden Posts. Außerdem korrespondiere ich mit verschiedenen Branchenexperten per E-Mail, die z. B. Gastblog-Beiträge schreiben möchten oder uns bitten, Partner bei Veranstaltungen zu sein. Ich habe dieses Jahr an einigen virtuellen Supply-Chain-Konferenzen teilgenommen und dazu dann Reviews geschrieben. All dies waren sehr wertvolle Erfahrungen, die ich für meinen nächsten Job mitnehmen kann.

Was gefällt dir an INFORM?

Es herrscht eine sehr freundliche Atmosphäre und ich finde es gut, dass das Unternehmen so flexibel ist, dass Mitarbeiter – ganz unabhängig von der Pandemie – auch von zu Hause aus arbeiten können. Und natürlich finde ich es positiv, dass INFORM sich auch stark für Nachhaltigkeit einsetzt.

Würdest du anderen ein Remote-Praktikum empfehlen?

Ja! Lasst euch nicht entmutigen und lehnt kein Praktikumsangebot ab, nur weil es ausschließlich online ist. Ihr könnt trotzdem viele wertvolle Erfahrungen und Wissen sammeln, nur eben zu Hause und nicht im Büro. Manche Leute genießen es, physisch in einem Büro zu sein, um mit ihren Kollegen persönlich sprechen und neue Leute kennenlernen zu können, aber aus meiner Sicht ist das alles auch online möglich.

Was wirst du nach deinem Praktikum machen?

Im Moment suche ich einen Job, den ich neben meiner Masterarbeit machen kann. Gerne möchte ich in den Bereichen Marketing, Tourismus, Nachhaltigkeit oder ähnlichem arbeiten.

Warum ausgerechnet Deutschland?

Es fing damit an, dass ich entweder in Österreich oder Deutschland arbeiten wollte, weil ich als Kind in den Sommerferien oft mit der Familie in Österreich war. Schließlich bekam ich einen Au-Pair-Job in der Nähe von Stuttgart und habe Deutschunterricht genommen. Nachdem ich außerdem in Österreich in einem Skigebiet gearbeitet hatte, bin ich zurück nach Großbritannien gegangen, um meinen Bachelor zu machen und dort weiter Deutschunterricht zu nehmen. Nach dem Abschluss habe ich dann beschlossen, dass ich wieder in Deutschland arbeiten möchte. Ich hoffe, auf absehbare Zeit hier bleiben zu können, weil mir die Lebensweise hier sehr gefällt und ich außerdem meine Sprachkenntnisse verbessern kann.

Konntest du dich gut in Deutschland einleben? Wie sieht deine Freizeit in Deutschland aus?

Ende 2019 bin ich dem örtlichen Eiskunstlaufverein beigetreten, aber ich hatte leider keine Chance, neue Freunde zu finden, weil kurze Zeit später die Pandemie ausgebrochen ist. In meiner Freizeit gehe ich gerne im Wald spazieren, mache Off-Ice-Inlineskating als Alternative zum Training auf der Eisbahn und lerne gerne andere Sprachen. Derzeit besuche ich Online-Deutschunterricht über die INFORM-Akademie. Ab Juli werde ich auch aus reinem Interesse an Sprachen online mit einem Anfängerkurs in Japanisch und dann im September mit Walisisch-Unterricht beginnen, um die Sprache, die ich in der Schule gelernt habe, nicht zu verlernen. Ich lerne gerne Sprachen, weil es mir einfach Spaß macht, aber auch für Perspektiven im Job nützlich ist und weil ich damit meine beruflichen Fähigkeiten ständig weiterentwickeln kann.



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Über die Autorin

  • Vanessa Sack arbeitet seit Dezember 2019 bei INFORM. Sie ist verantwortlich für den Bereich Personalmarketing und beschäftigt sich mit den Themen Azubi- und Online-Marketing, PR sowie Kooperationen bzw. Sponsorings.

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