Wenn die Variantenvielfalt steigt, benötigt die Produktion innovative Planungslösungen

von Stefan Auerbach

Herr Schmitz ist Produktionsleiter beim Herstellungsunternehmen für "Muttis Fleischsalat". Seit einigen Jahren ist er verantwortlich dafür, dass das beliebte Produkt immer ausreichend und pünktlich in zahlreichen Kühlregalen der Supermärkte zum Kauf bereitsteht. Seine Planung war immer sehr zuverlässig und die Kunden waren stets zufrieden.

Seit einigen Jahren wächst das Unternehmen, in dem Herr Schmitz arbeitet und bietet seit diesem Jahr auch eine vegetarische Version des Fleischsalates an und eine mit weniger Fett. Herr Schmitz persönlich hält zwar nicht viel von diesen modernen, "fleischlosen Fleischgerichten" und genießt beim Abendbrot lieber das vollwertige Originalrezept, aber er freut sich dennoch über das steigende Interesse an den Produkten seines Unternehmens.

Doch in letzter Zeit wird es immer häufiger hektisch in der Produktion und oft muss er kurzfristig eingreifen und Fertigungstermine manuell verschieben, damit die Kunden die Ware pünktlich bekommen. Die Produktvariationen haben dafür gesorgt, dass die Planung insgesamt viel komplexer geworden ist. Die Rüstzeiten haben sich verlängert und es gibt nun mehr Zutaten, die pünktlich beschafft werden müssen. Die Maschinen sind immer öfter überlastet und häufig stehen die Liefertermine Spitz auf Knopf.

Herr Schmitz kommt ins Schwitzen. Er beschließt, Produktionslinien nun mehrschichtig zu belegen und damit das Produktionsvolumen zu erhöhen. Doch er ist sich nicht sicher, wieviel er überhaupt von der vegetarischen und der Light-Variante produzieren soll. Auch nachdem er Frau Mayer aus dem Vertrieb nach den Absatzprognosen gefragt hat, kann er noch keine klare Entscheidung treffen. Denn Frau Mayer sagt, sie könne selbst noch schlecht einschätzen, wie gut sich die neuen Produkte verkaufen. Da fehle ihr derzeit noch die Erfahrung aber er solle lieber ein bisschen mehr produzieren, damit sie keinen Lieferstopp riskieren.

Der Gedanke, Lebensmittel in Überschuss zu produzieren und sie möglicherweise vernichten zu müssen, wenn keiner sie kauft, bereitet Herrn Schmitz Bauchschmerzen.

In seinem Dilemma begibt er sich zunächst einmal mit einer leckeren Portion frischem Fleischsalat in die Mittagspause. Nach ausreichend Bedenkzeit beschließt er letztlich, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Das hat ihn bislang schließlich selten im Stich gelassen...

Mehr Planungssicherheit durch intelligente Software

Vielen Produktionsverantwortlichen ergeht es wie Herrn Schmitz in dieser Geschichte. Das ist aber nicht mangelnder Kompetenz geschuldet, sondern den steigenden Anforderungen in Unternehmen der Serienfertigung: kürzere Lieferzeiten, mehr Produktvariationen und wachsende Qualitäts- und Verfügbarkeitsansprüche.

Die Lösung für die steigende Komplexität in der Produktionsplanung liegt in der Unterstützung durch Software. Gerade bei der Einführung neuer Produkte brauchen Verantwortliche in Vertrieb und Produktion ein gutes Werkzeug, um nicht "ins Blaue hinein" zu planen, sondern auch in einer unsicheren Umgebung, auf verlässliche Daten zurückgreifen zu können. Erst eine prognoseunterstützte und langfristige Planung bildet die Grundlage für eine beruhigte, wirtschaftliche und verlässliche Produktion. Damit werden auch Überproduktionen und somit zum Beispiel auch Lebensmittelverschwendung verhindert.

Ein innovatives Produktionsplanungssystem sollte in der Serienfertigung außerdem die Verfügbarkeiten von Material und Maschinen schon zum Zeitpunkt der Losgrößenbestimmung berücksichtigen. Die intelligente Add-on Software add*ONE verfolgt genau diesen Ansatz und erreicht bei Unternehmen Reduzierungen von Fehlplanungen um mehr als 40 Prozent durch:

  • Planung gegen begrenzte Kapazitäten über alle Produktionsstufen und Artikel
  • Berücksichtigung und Planung der Materialverfügbarkeit
  • Automatische und dynamische Einplanung der Vorproduktion
  • Automatisches Einplanen von Alternativressourcen
  • Dynamische Berechnung der Losgrößen

Wie gehen Sie in der Produktion mit einem wachsenden Produktportfolio um?



Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren

Effiziente Schichtplanung im Maschinenbau – Ein Balanceakt zwischen knappen Ressourcen und Termintreue

Lesen

Sackgasse Priorisierung: Was, wenn Prio A++ für eine reibungslose Produktionsplanung nicht mehr ausreicht?

Lesen

Starr vor Komplexität – Wie Sie trotz Losgröße 1 agil planen

Lesen

Über den Autor

  • Stefan Auerbach

    Stefan Auerbach ist seit 2015 bei der INFORM GmbH tätig und beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Themenschwerpunkt Simultane Produktionsplanung.

    Alle Beiträge dieses Autors

    Mehr über diesen Autor unter:

Unsere Autoren

Finden Sie alle unsere Autoren auf einen Blick!

Alle Autoren

Nach oben