Transportleitsystem Optimierte werksinterne Logistik

Die Organisation des innerbetrieblichen Transports ist verhältnismäßig speziell und keineswegs trivial. Transportaufträge entstehen weitestgehend spontan. Verschiedene Kriterien wie Entfernungen, Auftragsprioritäten, Termine, Ladekapazitäten, technische und organisatorische Rahmenbedingungen müssen bei der Fahrzeuganweisung berücksichtigt werden. Diese Komplexität des Werkverkehrs bringt auch erfahrene Disponenten schnell an ihre Grenzen.

Voraussetzung für optimale werksinterne Logistikabläufe ist eine effiziente Planung und die Steuerung mit einem Transportleitsystem.

Übersicht

Ein effizientes Transportleitsystem optimiert sowohl den Einsatz von Fahrzeugen wie Gabelstaplern, Lkw, Zugmaschinen oder Routenzügen als auch die Disposition von Transporthilfsmitteln (Hänger, Container etc.) der innerbetrieblichen Logistik. Transportaufträge werden im System generiert, An- und Auslieferungen organisiert, Stellplätze verwaltet sowie Be- und Entladungen veranlasst - vollautomatisch und transparent.

Industriebetrieben bietet das Transportleitsystem:

  • Synchronisation der logistischen Prozesse mit der laufenden Produktion
  • Transparenz in der Materialverfolgung
  • Minimierung des Ressourcen-Einsatzes bei Maximierung der Transportleistungen
  • Ausgewogenheit von Service-Level und Kosten

 

 

Ansprechpartner

Oliver Graf

Oliver Graf
Fachberater
Tel: +49 (0) 2408 / 9456 - 6688 O.Graf@informinform-software.com

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Lösung SyncroTESS Features

Das Transportleitsystem SyncroTESS unterstützt die zentrale Steuerung und Optimierung aller logistischen Abläufe im Werksverkehr. Die logistischen Prozesse können mit der Produktion synchronisiert und zugleich manuelle Aufwände reduziert werden.

  • Echtzeitsteuerung

    Das System fasst alle relevanten Informationen für die Disposition, Steuerung und Überwachung von Ressourcen und Transportaufträgen zusammen. Aus diesen Informationen bildet das Transportleitsystem das optimale Matching zwischen Aufträgen und Ressourcen.

  • Materialverfolgung

    Aus dem logistischen Prozess hervorgegangene Informationen werden im System gespeichert. Dadurch ist jederzeit nachvollziehbar, welches Material wann und mit welchem Fahrzeug transportiert wurde.

  • Mehrstufigkeit

    Das System erkennt auf Grundlage der Stammdaten, ob zur Erledigung eines Auftrages mehrere Transportstufen mit ggf. verschiedenen Ressourcen-Anforderungen notwendig sind. Aufträge, die mehrstufige Transporte erfordern können, sind z.B. hallen-übergreifende Hoftransporte über Bahnhöfe, Regalein- und -auslagerungen über Übergabeplätze sowie Transporte über Aufzüge und Transportbänder.

    Die so gebildeten Transportketten werden den entsprechenden Ressourcen nacheinander automatisch zugewiesen.

  • Management von Anhängern und Behältern

    Passive Transporthilfsmittel aller Art (z. B. Anhänger, Container, Gestelle) können disponiert und mit Standort und -zeit verwaltet werden. Alle Einheiten werden dabei eindeutig identifiziert.

  • Lagerverwaltung

    Das Transportleitsystem unterstützt die Verwaltung von einfachen Lagern. Neben der Materialverfolgung werden eine Stellplatzverwaltung, verschiedene Ein- und Auslagerungsstrategien, Verwaltung von Mindest- und Maximalbeständen sowie die Erzeugung von Transportaufträgen ermöglicht.

  • Integration

    Standardkomponenten ermöglichen eine einfache und effiziente Integration in die bestehende IT-Landschaft. Als Standard-Schnittstelle des Transportleitsystems zu Drittsystemen dient ein API. Das System kann auch an eine SAP-Schnittstelle bidirektional angebunden werden, um Transportaufträge und deren Rückmeldungen zu übermitteln. Drei Schnittstellen von INFORM zu SAP-Systemen sind zertifiziert: PP-POI, MM-MOB und WM-LSR.

  • Simulationsmöglichkeiten

    Simulationsverfahren erlauben die Durchführung von Was-wäre-wenn-Analysen. Die Simulation erlaubt den Anwendern, Szenarien bezüglich Schichtstärke, Schichtzeiten, dem Verkehrsnetz oder Optimierungsstrategien im System durchzuführen und Auswirkungen zu betrachten.

Vorteile

Mit dem Transportleitsystem SyncroTESS können Unternehmen eine vollautomatische und transparente Supply Chain verwirklichen. Durch die Skalierbarkeit und den modularen Aufbau der Software können Anforderungen des Werksverkehrs von Unternehmen verschiedenster Größe erfüllt werden.

  • Minimierte Leerfahrten

  • Bessere Fuhrparkauslastung

  • Verringerte Durchlaufzeiten

  • Gesenkte Transportkosten

  • Gesteigerte Produktivität

  • Hohe Transparenz

  • Reduzierter Steuerungsaufwand

  • Aussagekräftige KPIs und Reports

Cloud

Transportsteuerung aus der Cloud

Die SyncroTESS Cloud-Version bietet Unternehmen die Steuerung des Werksverkehrs ohne Softwareinstallation, schnell aufgesetzt, flexibel und kostengünstig. Drei Editionen bieten verschiedene Funktionsmerkmale für eine schnelle Skalierbarkeit des Transportleitsystems.

Noch nie war die Optimierung interner Transporte einfacher:

  • Intelligente App-Steuerung der Logistik-Ressourcen
  • Einfache Anmeldung und Einrichtung in 3 Schritten
  • Flexible und kostengünstige Nutzung ab 30 Cent pro Transport
  • Schon ab zwei Stapler lohnend
  • Keine Startinvestition, kein Projekt
  • kostenfreie 30-tägige-Testphase

Routenzüge

Routenzüge effizient steuern

Routenzüge lösen in einigen Industriebranchen die Produktionsversorgung mit Staplern ab. Sie transportieren nach festen Fahrplänen auf festen Routen Material an die Fertigungslinien. Die Konzeption, Steuerung und Optimierung von Routenzügen stellt eine komplexe Planungs- und Steuerungsaufgabe mit zahlreichen Einflussgrößen dar.

Die Routenzugsteuerung des Transportleitsystems SyncroTESS bietet:

  • starre und flexible bedarfsorientierte Fahrpläne und Routen
  • Bedarfsprognosen für die nächsten Woche
  • Reduzierung von Wegstrecken  und Leerfahrten
  • optimale Ausnutzung von Ladekapazitäten und Umläufen der Fahrzeuge
  • Berücksichtigung von An-oder Abhängevorgängen im Fahrplan
  • Einplanen von Pausenzeiten oder speziellen Bedingungen einzelner Betriebsbereiche
  • dynamische Umplanung, situativ und in Echtzeit auf Abweichungen vom Plan

Staplerleitsystem vs. Transportleitsystem

Staplerleitsystem vs. Transportleitsystem Innerbetriebliche Transportsteuerung mit Blick auf den gesamten Materialfluss

Die innerbetriebliche Logistik ist ein wenig optimierter Bereich. Obwohl viele Unternehmen ihre Produktion mit Automatisierungstechnik auf höchste Effizienz trimmen, steuern sie viele der werksinternen Materialflüsse auf Sicht und Zuruf. Als IT-Unterstützung nutzen viele Unternehmen lediglich Lagerverwaltungs- oder Staplerleitsysteme. Diese ermöglichen jedoch nur einfache Berechnungen zur Transportauftragslage.

Einfachen Staplerleitsystemen stehen für das „Matching“ von Aufträgen und Ressourcen nur beschränkte Verfahren zur Verfügung. Entsteht spontan eine Transport-Notwendigkeit, wird üblicherweise der Stapler beauftragt, der sich aktuell am nächsten zum Quellplatz befindet. Die Staplerleitsysteme sind aber nicht in der Lage, die Gesamtsituation in einem Werk zu überblicken.

Optimierende Transportleitsysteme funktionieren generell anders als ein Staplerleitsystem. Voraussetzung dafür ist, dass bei der Einführung der Systeme die Transportressourcen „gepoolt“ werden, so dass ein intralogistisches Gesamtsystem entsteht, das auf Transportanforderungen flexibler und schneller reagieren kann als ein „Mosaik“ aus einzeln zu steuernden Staplern, Zügen, Anhängern und anderen Transportressourcen. Im praktischen Betrieb vergibt das Transportleitsystem immer nur einen einzelnen Auftrag an einen Stapler und berücksichtigt dabei dessen aktuellen Status und die logistische Gesamtsituation. Erst durch die intelligente Optimierung in Kombination mit dem Pooling lassen sich Produktivitätsvorteile erzielen.

Kennzahlen

Manche Vorteile lassen sich messen Schnelle Amortisierung

Die jährlichen Betriebskosten eines einfachen Flurförderzeugs betragen zwischen EUR 35.000 und EUR 55.000 p.a. (hauptsächlich Personalkosten, aber auch Betriebsstoffe, Wartung, Finanzierung/Leasing, etc.) pro Schicht.

So bewirkt eine z. B. 15%-ige Reduzierung einer einschichtig eingesetzten Flotte von durchschnittlich 20 auf 17 Fahrzeuge bereits eine jährliche Kostensenkung zwischen EUR 105.000 und EUR 165.000 p.a. und, je nach Systemausprägung, eine Amortisation des Transportleitsystems binnen neun und 18 Monaten.

Diese jährliche Kosteneinsparung erhöht sich

  • bei Zwei- oder Dreischichtbetrieb etwa um 80% oder 150%
  • bei 30 Fahrzeugen anstelle von 20 um 50%
  • bei einer Effizienzsteigerung statt 15% (wie oben angenommen) um 20% um weitere 25%
  • bei Einsatz von Fahrzeugen mit höheren Betriebskosten als EUR 80.000 p.a. inkl. Personal- und Nebenkosten um einen weiteren zusätzlichen Faktor
  • in den Folgejahren T = 2, 3, 4, 5, … um die jährliche Steigerung dieser Betriebskosten, insbesondere für Personal und Treibstoff

Deshalb amortisiert sich das Transportleitsystem tatsächlich in der Mehrzahl aller Fälle in deutlich weniger als einem Jahr.

Ein Erfolgsbericht

Projekterfolg mit intelligentem Transportleitsystem

Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA in Siegburg, drittgrößter
Druckfarbenhersteller der Welt, setzt die intelligente Transport-
steuerungssoftware SyncroTESS als Staplerleitsystem seit 2012 ein. Das Industrieunternehmen optimiert damit die interne Logistik im Siegburger Stammwerk, um das weitere Wachstumspotenzial logistisch abzusichern.

Die Erfolge auf einen Blick

  • Reduzierung der Leerfahrten um 25 Prozent
  • Verringerung der Gesamtfahrzeiten um 12 Prozent
  • Einsparungen von 200.000 EUR pro Jahr
  • Transparenz über die gesamte Werkslogistik
  • Jederzeit verfügbare Daten und Auswertungen zu der Transportsituation

Erfahren Sie weitere Hintergründe in dem 3-minütigen Videointerview mit Herrn Christopher van Laack, Leiter Transport und Logistik bei Siegwerk.

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