INFORM optimiert Werksverkehr bei Böhler Edelstahl

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Transparenz im Werksverkehr

In Österreich betreibt der Stahlproduzent Böhler an den Standorten Deuchendorf und Kapfenberg zwei Produktionswerke. Dort hat sich das Unternehmen auf die Herstellung und Veredelung von Schnellarbeitsstählen, Werkzeugstählen und Sonderwerkstoffen spezialisiert. Für die Transporte innerhalb der Werke sowie zwischen beiden Standorten nutzt Böhler ab April 2015 die INFORM-Software SyncroTESS.

„Wir möchten mit der Einführung der Software vor allem Transparenz in den gesamten Ablauf der Transportorganisation bringen“, begründet Heintje Straßegger, Leiter der Abteilung Transport und Abfallwirtschaft bei Böhler, die Entscheidung für SyncroTESS. Bisher hat das Unternehmen die Transportlogistik auf Sicht und Zuruf organisiert. Dieses Verfahren erwies sich jedoch zunehmend als ineffektiv. Zwischen den Standorten Kapfenberg und Deuchendorf werden Schrottmulden transportiert, die zurzeit mit hohen Leerfahrten verbunden sind. „Im Werk Kapfenberg führen wir extrem zeitkritische Transporte durch.“ Spezialfahrzeuge transportieren dort bis zu 1.000 Grad heiße Edelstahlprodukte vom Ofen zur Weiterverarbeitung in verschiedene Produktionsbereiche. „Bei der Ankunft dort muss der Stahl allerdings noch eine bestimmte Temperatur haben, darf also nicht zu viel abkühlen.“
Mit SyncroTESS kann das Unternehmen einerseits zeitkritische Transporte in Echtzeit disponieren und dafür sorgen, dass stets ein Spezialfahrzeug zur richtigen Zeit zur Verfügung steht. Andererseits können Schrotttransporte unter Berücksichtigung der Leerfahrtenminimierung besser geplant werden.

Darüber hinaus möchte Böhler auch die Wirtschaftlichkeit der Transportdisposition erhöhen. „Hierbei geht es uns vor allem um eine bessere Übersicht über die verwendeten Transportressourcen“, so Straßegger. „Unsere Spezialfahrzeuge transportieren unsere Produkte auf speziellen Vorrichtungen, sogenannten Kassetten.“ Über 600 hat Böhler davon derzeit im Einsatz. „Hier den Überblick zu behalten ist nicht leicht. Dank SyncroTESS wissen wir jedoch nicht nur, wie die Kassetten verwendet werden und wo sie sich befinden. “,  erklärt Straßegger ein wichtiges Ziel der Systemeinführung. „Darüber hinaus vergeben wir mit der Software die Transportaufträge so, dass die Auslastung der Spezialfahrzeuge und der eingesetzten Kassetten sich deutlich erhöht. Damit können wir dieselbe Anzahl an Transporten mit weniger Ressourcen durchführen.“ Außerdem erwartet Straßegger noch einen weiteren positiven Effekt. „Die Transportorganisation auf Sicht und Zuruf führte zu einem großen Leerfahrtenanteil. Durch die Software können wir jedoch zu jeder Zeit für jedes Fahrzeug die Transportaufträge mit Blick auf den Standort, Dringlichkeit, Zielort und Ladungsart optimal zuweisen.“ Dadurch reduziert Böhler nicht nur die Anzahl der Leerfahrten im Werksverkehr. „Vor allem profitieren wir von der vollständigen Transparenz über alle Transporte. Wir wissen zukünftig, welches Fahrzeug welches Material wann an welchen Ort transportiert hat. Damit gehört für uns die Suche nach Material oder freien Fahrern für anstehende Transporte der Vergangenheit an“, erklärt Straßegger.

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