Umfrage von INFORM offenbart Handlungsbedarf

zurück zur Übersicht

IT-Ausstattung in der Fahrzeuglogistik mit Defiziten

Aachen, März 2018. – Die Digitalisierung ist in der Fahrzeuglogistik noch nicht flächendeckend angekommen: Laut einer Umfrage der Aachener INFORM GmbH (Institut für Operations Research und Management) bei rund 100 Automobillogistikern arbeitet fast jeder vierte Befragte (24 Prozent) noch mit einer Software, die vor mehr als elf Jahren eingerichtet wurde. Über 90 Prozent der Teilnehmer diagnostizierten Schwächen bei den von ihnen genutzten Programmen.

Die im Herbst 2017 durchgeführte Studie befragte Akteure, die an verschiedenen Stellen der Logistikkette tätig sind; die größte Gruppe stellten Logistikdienstleister dar, gefolgt von Automobilherstellern. Über die Bedeutung der Fahrzeuglogistik waren sich die Teilnehmer weitgehend einig: 80 Prozent von ihnen gehen davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren die Menge der zu bewältigenden Fahrzeuge im Logistikbereich um mindestens 10 Prozent steige, die Hälfte davon rechnet sogar mit einem Anstieg von über 20 Prozent.

Im krassen Gegensatz dazu steht nach Ansicht der Befragten ihre IT-Ausrüstung. Hier wurden vielfältige Schwächen ausgemacht: von der Benutzerfreundlichkeit, die von 47 Prozent der Studienteilnehmer bemängelt wurde, über die Beschränkungen des Systems bei der Datenerhebung und -auswertung (42 Prozent) bis zur fehlenden Zukunftsfähigkeit (33 Prozent). Gründe hierfür mögen auch in dem Alter der Systeme liegen. Zwar arbeiten 45 Prozent mit Systemen, die maximal fünf Jahre alt sind. 24 Prozent gaben aber an, dass die Implementierung zwischen 11 und 20 Jahre zurück liege.

Als Hauptgrund dafür, kein neues IT-System anzuschaffen, wurden in erster Linie Kostenaspekte angeführt: zu hohe Investitionen, beschränktes IT-Budget im Unternehmen (51 bzw. 60 Prozent). Immerhin jeder Dritte hat schon schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit bei der Implementierung eines IT-Systems gemacht und nimmt deshalb Abstand von neuer Software. Gleichzeitig hält die Mehrheit der befragten Logistikakteure (51 Prozent) die IT-Ausstattung für eine wettbewerbsrelevante Größe, die es ermögliche, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. „Diese Aussagen senden klare Signale an Softwareentwickler und Support: Die Logistiker erkennen die Relevanz einer guten IT, erwarten aber bessere, günstigere und benutzerfreundlichere Systeme“, sagt Matthias Berlit, Bereichsleiter Industrielogistik von INFORM. „Die Studie zeigt klar, dass der Bedarf an leistungsfähiger IT für die Automobillogistik noch lange nicht gedeckt ist.“ Es stimme nachdenklich, dass nur rund 9 Prozent der Befragten angaben, mit ihrem System „rundum zufrieden“ zu sein, so Berlit. Gerade eine spezialisierte Software, wie sie unter anderem INFORM bereithält, stellt neben dem Kostenaspekt aber einen nicht zu unterschätzenden Mehrwert durch das in der Technik enthaltene Beratungs-Know-how bereits vor Implementierung dar.

Die bevorzugte Identifizierungstechnik bei den Logistikprozessen im Automobilsektor stellt nach wie vor der Barcode dar. Dieser wird von 67 Prozent der Teilnehmer eingesetzt. Telematikdaten per GPS nutzen aktuell erst rund 45 Prozent. Für die Zukunft erwartet man allerdings, dass der Telematikeinsatz bei Lkw und Pkw sowie die Kommunikation zwischen Fahrzeugen stark an Bedeutung gewinnen werde. Derzeit sagt immerhin annähernd jeder fünfte Befragte (19 Prozent): „Wir nutzen noch keine Technik zur Identifizierung oder Sendungsverfolgung.“

Nach den besonderen Herausforderungen ihres Geschäfts in der Zukunft gefragt, nannten die Automobillogistiker am häufigsten: Effizienzsteigerungen bei den operativen Abläufen, Flexibilität bei Planabweichungen sowie die termingerechte Ausführung jeder Bestellung. 

 

Die komplette Studie können Sie auch gerne hier anfragen.

Kontakt

Haben Sie Fragen, Anregungen oder benötigen Sie weitere Informationen? Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Nehmen Sie Kontakt auf!

Nach oben